EDV Sachverständiger - Gutachter
Thomas Schmidt - Münster 
   
 

 

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"Das Internet vergisst nichts" Vortrag vom 19. Sep. 2009 Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus

Über die Gefahren, die im Internet nicht nur für Jugendliche lauern, informierte Thomas Schmidt aus Münster. MLZ-Foto Nollmann

 "Wissen Sie eigentlich, was Ihr Kind gerade am Computer tut?"
So lautete die provokante Eingangsfrage des EDV-Sachverständigen für die IT-Technik, Thomas Schmidt aus Münster, gerichtet an die erschienenen Eltern, aber auch Lehrer in der Aula des Alexander-Hegius-Gymnasiums.

Der Referent, eingeladen von der Schule auf vielfachen Wunsch aus der Elternschaft, warnte eindringlich und mit klaren Worten davor, Kinder und Jugendliche unreflektiert und unkontrolliert im Internet "surfen" und "chatten" zu lassen. Eine technische Kontrolle sei - wenn überhaupt - nur bedingt möglich, zu groß sei der Wissensvorsprung der jungen Generation vor der älteren; er persönlich setze vielmehr auf den Austausch zwischen Erziehungsberechtigten und Jugendlichen. Verbote brächten nichts, besser sei das Gespräch über das, was man getan oder erlebt habe.
 

Die Schäden, die durch falsches Verhalten am Computer entstünden, reichten von materiellen Verlusten von Kontendaten und somit Geld über Urheberrechtsverletzungen durch den illegalen "Download" von Filmen und Musik und die Beeinträchtigung des Rechensystems durch das

Einschleusen von Viren und Würmern bis hin zu Verletzungen von Persönlichkeitsrechten. Dabei warnte Schmidt eindringlich vor der Nutzung von diversen Chat-Foren zum Beispiel für Schüler und sprach geradezu ein Verbot aus, reale Daten wie Namen, Addresse, Schule, Geburtstag, Geschlecht, Fotos und ähnliches ins Netz zu stellen; auch der Versuch, Mitmenschen zu "mobben", müsse ein gesellschaftliches Tabu sein, auch für Kinder und Jugendliche, für die, wenn sie jünger als 14 Jahre alt sind, in der Regel die Eltern haftungspflichtig seien - und zwar in nicht geringem finanziellen Rahmen.
Alle einmal ins Netz gestellten Informationen von oder über jemanden seien auch Jahrzehnte später noch abruf- und verwendbar, sogar bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz. Hilfe fänden Betroffene bei einer Reihe von Institutionen wie Kirchen, Vereine, bei der Polizei, den Schulen oder auch - im Internet.

Die abschließende angeregte Diskussion mit dem Referenten bewies, wie groß der Informationsbedarf innerhalb der Elternschaft bezüglich dieser Thematik ist. Deshalb wird das AHG diese Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2009 fortsetzen.

 


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